Bran-Val
Gott der Wildnis & der Erde
Gebiet: Natur, Ahnen, Land
Alignment: Neutral
Geheimnis: War Schutzgott Varkuuns
Familie:
Alter Verbündeter von Zystros
Gegenspieler von Domyrex
Verehrt von den Erdgebundenen Domänen der Alten Welt
Überblick
Bran-Val ist der Gott der Wildnis, der Erde und der Ahnen. Er verkörpert nicht ungezähmte Natur oder rohe Gewalt, sondern das Land selbst – als Gedächtnis, als Träger von Geschichte und als stiller Zeuge vergangener Leben.
In der Alten Welt war Bran-Val kein Randgott. Er wurde als Schutzpatron Varkuuns verehrt, als Hüter der Erdgebundenen Domänen. Seine Präsenz war spürbar in Wäldern, Bergen, Feldern und alten Steinen. Er versprach keine Expansion, sondern Bestand.
Mit dem Zerfall Varkuuns verlor Bran-Val nicht nur Gläubige, sondern sein Fundament.
Domäne und göttliches Wirken
Bran-Vals Macht wirkt langsam und tief. Er beeinflusst Wachstum, Verfall und Erinnerung des Landes. Wo er wirkt, erinnern sich Böden an Blut, Wälder an Feuer und Steine an Stimmen. Seine Wunder sind selten spektakulär, aber dauerhaft.
Er heilt nicht schnell.
Er vergisst nicht.
Unter seinem Einfluss gedeiht Natur selbst dort, wo Zerstörung herrschte – allerdings verändert. Verformt. Gezeichnet.
Erscheinung und Symbolik
Bran-Val erscheint als massive, erdverbundene Gestalt. Sein Körper wirkt wie aus Stein, Wurzeln und Erde geformt. Risse durchziehen ihn wie alte Narben. Moos, Staub und Asche haften an ihm.
Typische Symbole sind:
Steinkreise
verwurzelte Totems
gebrochene Berge
Seine Darstellungen sind schwer, unbeweglich und alt. Zeit hinterlässt Spuren – auch an Göttern.
Verehrung und vergessene Kulte
Bran-Vals Kulte waren eng mit Land und Ahnen verbunden. Rituale ehrten Orte statt Wesen, Ahnen statt Helden. Opfer bestanden aus Ernte, Erde und Erinnerung.
Nach den Kriegen wurden diese Kulte systematisch zerschlagen. Das Aurel erklärte sie als archaisch, destabilierend und rückwärtsgewandt. Naturverehrung wurde auf harmlose Folklore reduziert.
Doch Bran-Val wird noch verehrt – leise, abgelegen und in Trümmern.
Beziehung zu Zystros
Bran-Val teilte mit Zystros das Verständnis für Zyklen und Wiederkehr. Wo Zystros Muster sah, sah Bran-Val Spuren. Beide erkannten, dass Wandel unvermeidlich ist – aber nicht immer wünschenswert.
Zystros blickte in den Himmel.
Bran-Val blickte in den Boden.
Beziehung zu Domyrex
Domyrex betrachtete Bran-Vals Lehren als gefährlich. Ein Gott, der Land und Ahnen über Gesetze stellt, untergräbt zentrale Ordnung. Besonders die Erdgebundenen Domänen galten als unkontrollierbar.
Die Zerschlagung Varkuuns war auch eine Zerschlagung Bran-Vals.
Das verborgene Geheimnis
Bran-Val war Schutzgott Varkuuns. Als der Kontinent zersplitterte, verlor er nicht nur Einfluss – er wurde verletzt. Teile seines göttlichen Wesens sollen im zerbrochenen Land zurückgeblieben sein.
Manche behaupten, dass Varkuuns Zersplitterung nicht nur Folge der Kriege war, sondern auch Ursache. Dass das Land selbst sich entzog, um Bran-Val zu schützen.
Diese Lehre ist verboten.
Grund der Unterdrückung (offizielle Sicht)
Das Aurel stuft Bran-Val als ketzerisch ein, weil seine Lehren:
lokale Loyalität über zentrale Ordnung stellen
Ahnenverehrung fördern
nationale Identität schwächen
Wandel verlangsamen
Bran-Val lehrt Geduld.
Luminox braucht Kontrolle.
Inoffizielle Wahrheit
Bran-Val stellte nie die Ordnung infrage.
Er stellte die Herrschaft über das Land infrage.
Und dafür wurde er gebrochen.